Holz passt seinen Feuchtegehalt an die Umgebung an, wodurch Fugen enger oder breiter werden und Lacke unter Spannung geraten. Gleichmäßige 40 bis 55 Prozent relativer Luftfeuchte reduzieren Bewegungen spürbar. Streiflicht zeigt früh Haarrisse, während sanfte Öl- oder Wachsfilme die Diffusion regulieren. Beobachten, protokollieren und langsam reagieren verhindert radikale Schwankungen, die Zargen und Leimfugen überfordern.
Leder benötigt Feuchtigkeit in Maßen, sonst wird es spröde und brüchig oder speckig und weich. Direkte Sonne beschleunigt Alterung und Verfärbung, ebenso trockene Heizungsluft. Regelmäßige, sparsame Pflege mit pH-neutralen Reinigern und einem geeigneten Conditioner erhält Geschmeidigkeit. Schatten, moderates Raumklima und vorsichtige Nutzung schützen Sitzflächen, Armlehnen und Nähte besser als jede Notfallkur, die Spuren nur kaschiert.
Textilien verlieren bei hoher UV-Belastung Pigmente, Fasern werden schwach und pillen. Gleichzeitig kann zu dichte Luftfeuchte muffige Gerüche und Schimmel begünstigen. Atmungsaktive Bezüge, Vorhänge mit UV-Schutz und regelmäßiges, schonendes Saugen helfen. Drehen von Kissen, Vermeiden von punktuellem Licht und cleveres Lüften halten Farben frisch. Protokolle zu Jahreszeiten zeigen Muster, die man gezielt ausgleicht.
All Rights Reserved.